stoba in der ARENA2036: Technologieentwicklung mit Wirkung
Seit Anfang 2026 ist stoba Mitglied der ARENA2036 („Active Research Environment for the Next generation of Automobiles”), einer Forschungsplattform, auf welcher Industrie und Wissenschaft gemeinsam an Technologien für die Mobilität und Produktion der Zukunft arbeiten.
Für uns ist dieser Schritt mehr als ein Symbol. Er ist ein Baustein unserer technologischen Weiterentwicklung – und ein Ort, an dem wir konkrete Anwendungen von Künstlicher Intelligenz, Robotik und datenbasierten Prozessoptimierungen im Fertigungsumfeld unter realen Bedingungen erproben können. Die ARENA2036 ermöglicht es uns, Entwicklungen nicht erst zu bewerten, wenn sie am Markt angekommen sind, sondern aktiv an ihrer Entstehung mitzuwirken. Diese Nähe zu Forschungs- und Entwicklungsprozessen ist vor allem deshalb wertvoll, weil wir in unseren eigenen Werken längst an der Schnittstelle zwischen Automatisierung, KI gestützter Qualitätssicherung und intelligenter Fertigung arbeiten. Viele dieser Projekte wurden über mehrere stoba Standorte hinweg global aufgebaut und zeigen, wie breit die Kompetenzen innerhalb von stoba inzwischen verteilt sind.
Ein Schwerpunkt in der ARENA2036 ist für uns das Thema humanoide Robotik. Es geht dabei nicht um spektakuläre Zukunftsszenarien, sondern um sehr konkrete Fragen: Wie lassen sich einfache, monotone oder körperlich belastende Tätigkeiten so gestalten, dass Menschen entlastet werden? Welche Aufgaben können humanoide Systeme übernehmen, die heute noch manuell durchgeführt werden, obwohl sie wenig Wertschöpfung erzeugen? Und wie kann ein Roboter flexibel dort eingesetzt werden, wo klassische Automationszellen zu aufwendig oder zu unflexibel wären? Diese Fragestellungen greifen direkt in reale Produktionsumgebungen hinein und haben unmittelbare Bedeutung für ergonomische Arbeitsplätze, Effizienz und Stabilität in wiederkehrenden Abläufen.
Die interne Perspektive spielt dabei eine zentrale Rolle. In Gesprächen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigt sich immer wieder, dass viele repetitive Tätigkeiten nicht nur ermüdend sind, sondern als wenig sinnvolle Nutzung ihrer Qualifikation empfunden werden. Gleichzeitig besteht bei anspruchsvollen Prüfmerkmalen und sicherheitsrelevanten Bauteilen weiterhin Bedarf an menschlicher Erfahrung. Die Lösung liegt nicht im Ersatz, sondern in der gezielten Kombination aus menschlicher Expertise und KI unterstützter Prozessführung. Genau an dieser Stelle entsteht der Nutzen: Prozesse werden stabiler, Ausschussquoten sinken und der Einsatz von Fachkräften konzentriert sich auf Tätigkeiten, die Erfahrung, Präzision und Urteilskraft erfordern.
Auch außerhalb der Robotik arbeiten wir mit KI basierten Ansätzen, um Produktionsprozesse zu verbessern. Ein Schwerpunkt ist die kamerabasierte Endprüfung, bei der wir maschinennah Daten erfassen und mit intelligenten Systemen auswerten. Ziel ist es, Fehler früher zu erkennen, Prozesse automatisch anzupassen und Qualität dort sicherzustellen, wo sie entsteht – an der Maschine selbst. Parallel dazu entwickeln wir Werkzeuge, die den Angebotsprozess unterstützen, indem sie Fertigungsdaten intelligenter verarbeiten und Varianten schneller durchrechnen. Die Verbindung dieser Themen zeigt, wie KI gestützte Anwendungen nicht isoliert wirken, sondern entlang der gesamten Prozesskette Nutzen stiften können.
Die ARENA2036 wird zudem zu einem Ort, an dem wir unsere standortübergreifende Zusammenarbeit weiterentwickeln. Unsere Geschäftsbereiche bringen Software und Algorithmuskompetenz ein, arbeiten eng an der Anwendung und Systemintegration und verfügen über Erfahrung im Bereich der automatisierten Fertigung. Diese Kombination bildet die Grundlage für Projekte, die sowohl technisch anspruchsvoll als auch praxisnah sind. Sie stärkt unsere Fähigkeit, neue Technologien in unsere Werke zu bringen und gleichzeitig Wissen aufzubauen, das langfristig für Wettbewerbsfähigkeit sorgt.
stoba CTO Dr. Christian Peschke fügt hinzu: „Die ARENA2036 ist für uns ein optimales Reallabor. Wir haben dort die Möglichkeit, Dinge zu testen, die wir bei uns selbst so nicht ausprobieren können. Denn: hier können wir auf eine Infrastruktur sowie Partner mit exzellentem Know How und Hardware zurückgreifen und damit neue Prozesse und Produkte entwickeln.“ Und Gerhard Firlbeck, stoba COO, ergänzt: „Wir müssen gezielt dort automatisieren, wo es repetitive Tätigkeiten sind – damit unsere Fachkräfte sich auf das konzentrieren können, was Erfahrung voraussetzt.“ Beide Aussagen stehen stellvertretend für das, was die ARENA2036 für stoba bedeutet: umsetzbare Technologien, Weiterentwicklung und Entlastung.
Damit fügt sich die ARENA2036 klar in unsere Unternehmensausrichtung ein. Wir arbeiten an Technologien, die Produktionsprozesse verbessern, Arbeitsbedingungen sichern, Qualität steigern und unsere Standorte stärken. Für die Zukunft von stoba ist dies ein Weg, der nicht nur technologisch notwendig, sondern strategisch sinnvoll ist – und der dafür sorgt, dass wir auch in einem sich schnell verändernden industriellen Umfeld handlungsfähig bleiben.
Bilder: ARENA2036/Corinna Spitzbarth